DNS-Einstellungen optimieren für bessere E-Mail-Zustellung

Deine Wissensquelle für WebDesign, WordPress, WebHosting, SEO & KI – MIKAS ISP seit 22+ Jahren in Eugendorf bei Salzburg, Österreich

Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors

Wenn Bestellbestätigungen im Spam landen

Wer einen WordPress-Onlineshop betreibt, kennt das: Ein Kunde ruft an, weil er keine Bestellbestätigung bekommen hat. Die Mail liegt in seinem Spam-Ordner. Oft liegt das nicht am Inhalt, sondern an fehlenden oder falschen DNS-Einträgen deiner Domain. Gerade Bestellbestätigungen und Rechnungen müssen zuverlässig ankommen. Hier erfährst du, welche Einträge es dafür braucht und wie du sie prüfst.

Schritt für Schritt: DNS für die E-Mail-Zustellung einrichten

Prüf zuerst, was heute in deinem DNS steht. Mit MXToolbox siehst du auf einen Blick, welche Einträge deine Domain hat und wo es Probleme gibt.

Für Änderungen brauchst du Zugang zur DNS-Verwaltung bei deinem Hoster oder Domainanbieter. Für den E-Mail-Verkehr sind vier Einträge wichtig. Der MX-Record legt fest, welcher Server E-Mails für deine Domain empfängt. Mit der Authentifizierung beim Versand hat er nichts zu tun. Dafür sind SPF, DKIM und DMARC zuständig. Diese drei zeigen dem Empfänger, dass eine Mail wirklich von dir stammt.

Schau dir die Einstellungen auch später regelmäßig an. Wechselst du den Hoster, den E-Mail-Anbieter oder das Newsletter-Tool, müssen die Einträge meist angepasst werden.

SPF-Records richtig einrichten

Der SPF-Record (Sender Policy Framework) legt fest, welche Server E-Mails im Namen deiner Domain versenden dürfen. Du legst ihn als TXT-Eintrag in der DNS-Verwaltung an.

Ein typischer SPF-Record sieht so aus: v=spf1 include:_spf.google.com ~all. Dieser Eintrag erlaubt den Servern von Google, E-Mails für deine Domain zu verschicken. Für deinen eigenen Eintrag brauchst du die IP-Adressen oder Domains aller Server, die für dich Mails versenden: Webserver, E-Mail-Anbieter, Newsletter-Tool. Diese Angaben bekommst du von den jeweiligen Anbietern. Wichtig: Pro Domain darf es nur einen SPF-Record geben.

Ob dein Eintrag stimmt, prüfst du mit dem SPF-Record-Validator. Mehr dazu im Beitrag SPF und DKIM einrichten.

DKIM: Die Signatur für deine E-Mails

DKIM (DomainKeys Identified Mail) versieht jede ausgehende E-Mail mit einer digitalen Signatur. Der empfangende Server prüft sie mit einem öffentlichen Schlüssel, den du in deinem DNS hinterlegst. Passt die Signatur, weiß er, dass die Mail von einem berechtigten Server kommt und unterwegs nicht verändert wurde.

Den Schlüssel erzeugt in der Regel dein E-Mail-Anbieter, etwa Google Workspace, Microsoft 365 oder dein Hoster. Du bekommst von ihm einen TXT-Eintrag mit einem Namen wie selector._domainkey.deinedomain.at, den du in deiner DNS-Verwaltung anlegst. Danach aktivierst du die Signatur beim Anbieter. Verschickt auch dein Newsletter-Tool Mails mit deiner Domain, braucht es einen eigenen DKIM-Eintrag.

DMARC für bessere Zustellung einrichten

DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting & Conformance) baut auf SPF und DKIM auf. Damit legst du fest, was mit E-Mails passieren soll, die die Prüfung nicht bestehen, und bekommst Berichte darüber, wer in deinem Namen versendet.

Für DMARC legst du einen weiteren TXT-Eintrag an, zum Beispiel v=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc-reports@deinedomain.de. Dieser Eintrag lässt alle Mails normal durch, schickt aber Berichte an die angegebene Adresse. So siehst du zuerst, ob alle deine echten Versandquellen richtig eingerichtet sind, bevor du die Regel verschärfst. Wie das Schritt für Schritt geht, steht im Beitrag DMARC einrichten.

Die Berichte kommen als XML-Dateien. Werkzeuge wie dmarcian machen daraus eine lesbare Übersicht.

Häufige DNS-Fehler und wie du sie behebst

Ein typischer Fehler ist ein SPF-Record, in dem ein Versanddienst fehlt. Dessen Mails fallen dann durch. Ebenso häufig: zwei SPF-Records statt einem oder zu viele verschachtelte Einträge. Fehlt der MX-Record oder ist er falsch, kommen bei dir keine E-Mails mehr an.

Prüf deine Einträge nach jeder Änderung, etwa mit DNS Checker. Den Fehler behebst du dann direkt im betroffenen Eintrag.

Planst du größere Änderungen, setz die TTL (Time to Live) der betroffenen Einträge vorher herunter. Dann greifen Änderungen schneller, und du kannst rasch reagieren, wenn etwas nicht passt.

Zustellung testen und überwachen

Nach der Umstellung testest du, ob deine Mails ankommen. Mail Tester gibt dir dafür eine Testadresse. Du schickst eine Mail hin und bekommst eine Auswertung mit SPF, DKIM, DMARC und typischen Spam-Merkmalen.

Lies außerdem regelmäßig die DMARC-Berichte. Dort siehst du, welche Mails die Prüfung bestanden haben und welche nicht. Probleme fallen so auf, bevor sich Kunden beschweren.

Wenn du viele Mails verschickst, lohnt sich ein Überwachungsdienst, der dich automatisch warnt, sobald etwas nicht mehr stimmt.

DNS-Einstellungen bei verschiedenen Hostern

Wie du DNS-Einträge änderst, hängt von deinem Hoster ab. Manche haben eine einfache Oberfläche, bei anderen brauchst du mehr Wissen über DNS. Die meisten Anbieter haben Anleitungen für die üblichen Einträge. Bist du dir unsicher, hol dir Hilfe, bevor du etwas löschst. Ein falscher Eintrag kann den ganzen E-Mail-Verkehr lahmlegen.

Wann es sich nicht lohnt, und wo die Stolperfallen liegen

Läuft deine Kommunikation mit Kunden kaum über E-Mail, ist der Nutzen kleiner. Für jeden Shop, der Bestellbestätigungen und Rechnungen verschickt, gehören SPF, DKIM und DMARC aber dazu.

Bevor du loslegst, brauchst du Zugang zur DNS-Verwaltung und ein Grundverständnis davon, was die Einträge tun. Ein Fehler im MX- oder SPF-Record kann dazu führen, dass Mails gar nicht mehr zugestellt werden. Notier dir deshalb vor jeder Änderung die alten Werte.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie überprüfe ich, ob meine SPF-Records korrekt sind?

Mit dem SPF-Record-Validator von Kitterman oder ähnlichen Werkzeugen. Die zeigen dir, ob dein Eintrag gültig ist und wo du nachbessern musst.

Welche Tools helfen bei der DMARC-Implementierung?

dmarcian und Valimail helfen dir beim Einrichten und werten die DMARC-Berichte für dich aus.

Wie kann ich DNS-Änderungen rückgängig machen?

Manche DNS-Verwaltungen speichern frühere Stände, viele aber nicht. Notier oder exportier deshalb vor jeder Änderung die aktuellen Einträge, dann kannst du sie bei Bedarf wieder eintragen.

Was tun, wenn E-Mails trotz korrekter DNS-Einstellungen im Spam landen?

Prüf den Inhalt deiner Mails auf typische Spam-Merkmale und lass sie von Mail Tester bewerten. Manchmal liegt es am Text, an zu vielen Links oder an der Absenderadresse.

Wie oft sollten DNS-Einstellungen überprüft werden?

Einmal im Quartal ist ein guter Rhythmus. Zusätzlich jedes Mal, wenn du den Hoster, den E-Mail-Anbieter oder ein Versandtool wechselst.

Kann ich DNS-Einstellungen selbst ändern oder brauche ich einen Experten?

Einfache Änderungen schaffst du mit einer guten Anleitung selbst. Bei mehreren Versanddiensten oder einem Umzug lohnt sich Hilfe, damit keine Mails verloren gehen.

Wie beeinflusst die DNS-Konfiguration die Zustellbarkeit bei verschiedenen E-Mail-Providern?

Jeder Anbieter filtert Spam nach eigenen Regeln. Große Anbieter wie Google und Yahoo verlangen aber seit 2024 zumindest SPF oder DKIM, von Massenversendern alle drei Verfahren. Mit sauberen Einträgen kommen deine Mails bei den meisten Anbietern an.

Welche Auswirkungen hat eine falsche DNS-Konfiguration auf die E-Mail-Zustellung?

Deine Mails landen im Spam oder werden gar nicht zugestellt. Für einen Shop heißt das: Kunden bekommen keine Bestätigungen und Rechnungen und melden sich beim Support.

Fazit

Damit die Mails deines WordPress-Shops ankommen, brauchst du einen korrekten MX-Record für den Empfang und für den Versand SPF, DKIM und DMARC. Prüf den Stand mit MXToolbox, richte fehlende Einträge ein und teste das Ergebnis mit Mail Tester. Danach behältst du die DMARC-Berichte im Blick. Wenn dir das zu viel DNS auf einmal ist, hol dir Hilfe, bevor ein Fehler den Mailverkehr stoppt.

Deine Mails landen im Spam?

Wir prüfen deine DNS-Einträge und richten SPF, DKIM und DMARC für dich ein.

Jetzt unverbindlich anfragen