Beim Upselling bietest du einem Kunden statt des gewählten Produkts eine höherwertige Variante an. Wer sich eine Kaffeemaschine ansieht, bekommt das Modell mit Milchaufschäumer und größerem Wassertank vorgeschlagen. Passendes Zubehör dazu, etwa Kaffeebohnen oder Tassen, ist dagegen Cross-Selling. WooCommerce trennt die beiden Begriffe übrigens auch in den Produkteinstellungen.
Beides soll den durchschnittlichen Bestellwert erhöhen. Richtig eingesetzt, hilft es auch dem Kunden, weil er eine Variante entdeckt, die besser zu ihm passt. Viele Shops nutzen die Möglichkeiten aber kaum oder zeigen einfach irgendwelche Produkte an.
Wie Upselling funktioniert
Upselling klappt, wenn der Kunde den Mehrwert der teureren Variante sofort versteht. Dafür musst du wissen, was deine Kunden kaufen und warum. Deine Bestelldaten zeigen dir, welche Varianten oft gewählt werden und welche Produkte häufig zusammen im Warenkorb landen.
Stell dir einen Shop für Outdoor-Ausrüstung vor. Wer sich ein einfaches Zelt ansieht, bekommt das leichtere Modell mit mehr Platz als Upsell angezeigt. Der passende Schlafsack dazu ist ein Cross-Sell.
Für die Umsetzung bringt WooCommerce schon einiges mit. Plugins wie „WooCommerce Product Add-ons“ oder „YITH WooCommerce Frequently Bought Together“ erweitern das, etwa um Zusatzoptionen oder Bündel direkt auf den Produktseiten.
Die häufigsten Fehler
- Das Angebot passt nicht: Wer ein einfaches Smartphone kauft und einen High-End-Gaming-PC vorgeschlagen bekommt, fühlt sich eher belästigt als beraten.
- Zu viele Angebote: Taucht bei jedem Schritt im Checkout ein neues Produkt auf, fühlen sich Kunden bedrängt und brechen den Kauf eher ab.
- Der Nutzen bleibt unklar: Wenn der Kunde nicht versteht, warum sich das teurere Produkt für ihn lohnt, kauft er es nicht. Schreib in wenigen Worten dazu, was die bessere Variante kann.
- Für alle dasselbe: Angebote, die nicht zu dem passen, was sich der Kunde gerade ansieht, wirken beliebig.
Schritt für Schritt zur Umsetzung
- Produkte auswählen: Schau in deine Verkaufsdaten. Welche Produkte werden oft zusammen gekauft, welche teureren Varianten oft gewählt? Daraus ergeben sich deine ersten Upsell- und Cross-Sell-Paare.
- In WooCommerce eintragen: Im Produkt unter „Produktdaten“ und „Verknüpfte Produkte“ trägst du Upsells und Cross-Sells ein. Upsells erscheinen auf der Produktseite, Cross-Sells im Warenkorb. Reicht dir das nicht, erweitert ein Plugin die Darstellung.
- Sauber darstellen: Die Angebote müssen auffallen, dürfen aber das eigentliche Produkt nicht verdrängen. Prüf das auch am Handy, dort ist der Platz knapp.
- Personalisieren: Wenn du Kundendaten hast, etwa aus deinem CRM, kannst du Empfehlungen auf frühere Käufe abstimmen. Achte dabei auf den Datenschutz.
- Testen: Probier mit A/B-Tests aus, welche Angebote und welche Platzierung besser ankommen.
- Messen: Beobachte den durchschnittlichen Bestellwert und die Konversionsrate. Nur so siehst du, ob sich das Upselling lohnt oder Kunden eher abschreckt.
Du willst das sauber umgesetzt haben? Dann melde dich, wir übernehmen das für dich.
Was in der Praxis funktioniert
Gut funktionieren Produktbündel. Wenn du zusammengehörige Produkte als Paket mit einem kleinen Preisvorteil anbietest, greifen Kunden öfter zu als bei einzelnen Vorschlägen.
Auch Premium-Varianten verkaufen sich, wenn der Unterschied klar ist. Eine kurze Gegenüberstellung der Varianten auf der Produktseite hilft dabei mehr als ein langer Text.
Wenig bringt es, Angebote wahllos über den Shop zu verteilen. Das wirkt störend und unprofessionell. Und weil viele Kunden am Handy einkaufen, müssen die Angebote auch auf kleinen Bildschirmen gut aussehen und leicht zu bedienen sein.
Hilfreiche Plugins
Mit „WooCommerce Dynamic Pricing & Discounts“ legst du Rabatte fest, etwa für Bündel oder den zweiten Artikel. „OptinMonster“ zeigt Hinweise und Pop-ups, mit denen du auf Angebote aufmerksam machst. Setz Pop-ups sparsam ein, sonst stören sie mehr, als sie verkaufen. Die meisten dieser Plugins sind schnell eingerichtet und nehmen dir die technische Arbeit weitgehend ab.
Häufige Fragen aus der Praxis
Wie finde ich die richtigen Produkte für Upselling? Analysiere deine Verkaufsdaten. Darin siehst du, welche Varianten Kunden wählen und was sie zusammen kaufen.
Wie oft sollte ich Upsell-Angebote zeigen? Zu viele Angebote nerven, zu wenige verschenken Chancen. Ein bis zwei gezielte Angebote pro Einkauf sind ein guter Richtwert.
Brauche ich dafür technisches Wissen? Nicht unbedingt. Die Grundfunktionen von WooCommerce und ein paar Plugins reichen für den Anfang. Du solltest aber wissen, was die Plugins tun, die du einsetzt.
Fazit
Fang mit deinen Verkaufsdaten an und such dir die ersten passenden Produktpaare heraus. Trag sie in WooCommerce ein, beobachte den Bestellwert und pass die Angebote laufend an. Ein gut gewähltes Upsell ist für den Kunden eine Empfehlung. Ein schlechtes nervt ihn nur.
Geschrieben vom Team der MIKAS ISP Werbe GmbH. Seit über 20 Jahren betreuen wir Kunden in Eugendorf, Salzburg und Umgebung. Siehe auch: Webdesign für Unternehmen in Salzburg.