KI-Bilder erstellen: Warum deine Stockfotos peinlich sind und dein Marketing ruinieren

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Warum Stockfotos oft nicht reichen

Scroll einmal durch deinen Blog oder deine Social-Media-Kanäle. Menschen in Anzügen, die sich die Hände schütteln, und die Frau mit dem Headset, die in die Kamera lächelt. Dieselben Bilder findest du auf Hunderten anderen Websites. Mit ihnen fällst du nicht auf, und über deine Firma sagen sie nichts aus.

KI-Bildgeneratoren sind eine Alternative. Du beschreibst, was du brauchst, und bekommst ein Bild, das es so noch nicht gibt. Wie das geht und welches Werkzeug wofür taugt, zeige ich dir hier.

Was KI-Bildgeneratoren können

Für ein gutes Bild musstest du bisher entweder einen Fotografen buchen oder dich mit Photoshop auskennen. Bei KI-Bildgeneratoren wie Midjourney, dem Bildmodell in ChatGPT oder Stable Diffusion beschreibst du in Worten, was du sehen willst. Diese Beschreibung heißt „Prompt“. Die KI erzeugt daraus ein Bild. Eine Katze im Raumanzug, die auf dem Mars Gitarre spielt, ist genauso möglich wie ein fotorealistisches Bild deines Produkts in einer ungewöhnlichen Umgebung.

Damit bekommst du auch ohne großes Budget Bilder, die zu deiner Marke passen. Ganz ersetzen kann die KI echte Fotos aber nicht. Dein Team, deine Räume und deine echten Produkte zeigst du besser mit einem richtigen Foto.

So schreibst du einen guten Prompt

Wie gut das Ergebnis wird, hängt vor allem vom Prompt ab. „Ein Bild von einem Hund“ liefert dir irgendeinen Hund. Denk lieber wie ein Fotograf oder Regisseur und werde genau: Beschreibe Stil, Licht, Perspektive und Stimmung. Der Unterschied:

  • Schwacher Prompt: „Ein Auto auf einer Straße“
  • Starker Prompt: „Fotorealistisches Bild eines roten Vintage-Cabriolets bei Sonnenuntergang, das eine kurvige Küstenstraße entlangfährt, Gischt in der Luft, dynamische Bewegungsunschärfe, warme, goldene Beleuchtung, aufgenommen mit einer 35mm-Linse, filmischer Stil.“

Du gibst der KI also nicht nur ein Motiv, sondern eine ganze Szene. Das braucht etwas Übung, du lernst aber schnell dazu. Probier verschiedene Formulierungen aus und schau dir an, wie andere es machen. Bei Midjourney teilen viele Nutzer ihre Prompts öffentlich.

Eigene Bilder machen deine Seite unverwechselbar. Für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) sind sie ein Baustein unter vielen: Passende Bilder mit gutem Alt-Text und kleiner Dateigröße helfen, die Motive allein bringen dir aber keine bessere Platzierung. Du willst Bilder, die zu deiner Marke passen? Lass uns darüber reden.

Die Werkzeuge im Vergleich: Midjourney, ChatGPT und Stable Diffusion

Es gibt viele KI-Bildgeneratoren. Drei davon solltest du kennen: Midjourney, den Bildgenerator in ChatGPT von OpenAI und Stable Diffusion.

Midjourney für künstlerische Bilder

Midjourney ist bekannt für sehr ästhetische, oft malerische Ergebnisse. Hast du einen bestimmten Stil im Kopf, ist Midjourney oft die beste Wahl. Früher lief die Bedienung nur über die Chat-App Discord. Seit 2024 gibt es eine eigene Web-Oberfläche, mit der der Einstieg deutlich leichter fällt.

ChatGPT für Bilder mit Text

In ChatGPT erzeugst du Bilder direkt im Chat. Seit 2025 verwendet ChatGPT dafür ein neueres Bildmodell, das den früheren Generator DALL-E 3 abgelöst hat. Es versteht normal formulierte Beschreibungen gut und setzt auch Text im Bild meist korrekt um. Brauchst du ein Bild mit Schlagzeile oder Slogan, bist du hier richtig. Und weil du im Chat arbeitest, kannst du das Bild Schritt für Schritt nachbessern lassen.

Stable Diffusion für Bastler

Stable Diffusion ist die Open-Source-Alternative. Du kannst es auf deinem eigenen Computer laufen lassen, brauchst dafür aber eine starke Grafikkarte, und hast dann die volle Kontrolle. Die Community hat zahlreiche Modelle für alle möglichen Stile trainiert. Die Einarbeitung dauert länger, dafür bist du sehr flexibel. Wenn du gern experimentierst und verstehen willst, wie die Technik funktioniert, ist das dein Werkzeug.

Praxis: Dein erstes KI-Bild mit Python und der OpenAI API

Du willst es selbst ausprobieren? Mit diesem Python-Skript erzeugst du über die API von OpenAI ein Bild und speicherst es als Datei. Du brauchst dafür einen API-Schlüssel von OpenAI, den du als Umgebungsvariable OPENAI_API_KEY hinterlegst.


# Benötigt: pip install openai
import base64
from openai import OpenAI

client = OpenAI()  # liest den Schlüssel aus der Umgebungsvariable OPENAI_API_KEY

prompt_text = "Ein isometrisches 3D-Icon eines sicheren Cloud-Servers, leuchtende Neon-Details, auf dunklem Hintergrund, minimalistisch, Vektor-Stil"

try:
    result = client.images.generate(
        model="gpt-image-1",
        prompt=prompt_text,
        size="1024x1024"  # weitere Größen: 1536x1024, 1024x1536
    )

    bild = base64.b64decode(result.data[0].b64_json)
    with open("ki-bild.png", "wb") as datei:
        datei.write(bild)
    print("Bild gespeichert: ki-bild.png")

except Exception as e:
    print(f"Ein Fehler ist aufgetreten: {e}")

Das Skript schickt deinen Prompt an die OpenAI-API und speichert das fertige Bild im selben Ordner. Welche Modelle gerade verfügbar sind, steht in der Dokumentation von OpenAI. Bevor das Bild auf deine Website kommt, solltest du es verkleinern und komprimieren, am besten als WebP. Sonst bremst es die Ladezeit. Anleitungen dazu findest du zum Beispiel auf web.dev by Google.

Fazit

KI-Bildgeneratoren sind mehr als ein Spielzeug. Mit einem guten Prompt bekommst du in wenigen Minuten Bilder, die zu deiner Marke passen und die sonst niemand hat. Fang mit einem Werkzeug an, am einfachsten mit ChatGPT oder Midjourney, und übe das Schreiben von Prompts. Für echte Menschen und echte Produkte bleibt das Foto die bessere Wahl.

Du willst eine Bildsprache für deine Marke entwickeln, mit KI und eigenen Fotos? Vereinbar einen Termin, dann zeigen wir dir, wie das aussehen kann.