WooCommerce-Zahlungsmethoden einrichten: Was Kunden an der Kasse erwarten

Deine Wissensquelle für WebDesign, WordPress, WebHosting, SEO & KI – MIKAS ISP seit 22+ Jahren in Eugendorf bei Salzburg, Österreich

Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors

Dein WooCommerce-Shop läuft, die Leute legen Produkte in den Warenkorb, aber an der Kasse springen viele ab. Das hat oft einen einfachen Grund: Die gewünschte Zahlungsart fehlt. Welche WooCommerce-Zahlungsmethoden du wirklich brauchst, wie du sie einrichtest und was im Checkout sonst noch zählt, steht hier.

Warum die Zahlungsarten über den Kauf entscheiden

Wer an der Kasse steht, hat ein paar Fragen im Kopf: Ist das sicher? Ist das bequem? Kann ich so zahlen, wie ich will? Fällt eine Antwort negativ aus, bricht ein Teil der Kunden den Kauf ab.

Viele kleine Shops bieten nur Vorkasse per Überweisung und dazu PayPal an. Für Impulskäufe ist Vorkasse schlecht: Der Kunde muss ins Online-Banking, die Daten abtippen und dann auf die Ware warten, bis das Geld da ist. Bei großen Händlern ist die Bestellung in derselben Zeit schon unterwegs.

Die Vertrauensrangfolge im DACH-Raum

Im deutschsprachigen Raum sind Kunden vorsichtig. Studien von ibi research an der Universität Regensburg zeigen seit Jahren dasselbe Bild: Der Kauf auf Rechnung ist sehr beliebt, weil der Kunde die Ware zuerst in der Hand hält und dann bezahlt. Das Risiko trägt der Händler.

So sieht die Rangfolge in Österreich und Deutschland grob aus:

  1. Kauf auf Rechnung: Für viele Kunden die erste Wahl, vor allem bei höheren Beträgen und beim ersten Einkauf. Anbieter wie Klarna übernehmen dabei das Ausfallrisiko.
  2. PayPal: Fast jeder hat ein Konto, der Kauf geht schnell. Einen Shop ohne PayPal würden wir heute niemandem empfehlen.
  3. Kreditkarte (Visa, Mastercard): Pflicht, sobald du auch außerhalb des deutschsprachigen Raums verkaufst. Im Inland erwarten sie viele Kunden ebenfalls.
  4. SEPA-Lastschrift: Stark bei wiederkehrenden Zahlungen wie Abos und Mitgliedschaften, aber auch bei Einzelkäufen beliebt.

Apple Pay, Google Pay und Amazon Pay werden häufiger genutzt, ersetzen die Liste oben aber noch nicht. In Österreich kennen viele Kunden außerdem die eps-Überweisung ihrer Bank. Die klassische Vorkasse kannst du zusätzlich anbieten, als einzige Zahlungsart reicht sie nicht.

Stripe, PayPal und Klarna: drei Anbieter für fast alles

Du brauchst keine zwanzig Plugins. Mit Stripe, PayPal und Klarna deckst du die gängigen Wünsche deiner Kunden ab.

1. Stripe für Karten und Lastschrift

Stripe ist für Kreditkartenzahlungen in WooCommerce die übliche Wahl. Das offizielle Plugin ist kostenlos, die Einrichtung dauert nicht lange. Die aktuellen Gebühren stehen auf der Preisseite von Stripe. Über Stripe kannst du neben Kreditkarten auch SEPA-Lastschrift, Apple Pay, Google Pay und eps aktivieren, alles über ein einziges Plugin.

So richtest du Stripe ein:

  1. Installiere das kostenlose Plugin „WooCommerce Stripe Payment Gateway“.
  2. Leg ein Konto bei Stripe an.
  3. Verbinde das Konto in den WooCommerce-Einstellungen mit deinem Shop. Das geht über den Verbindungsassistenten im Plugin oder mit den API-Schlüsseln (Publishable Key und Secret Key) aus dem Stripe-Dashboard.
  4. Aktiviere unter WooCommerce → Einstellungen → Zahlungen die gewünschten Zahlungsarten.
  5. Mach eine Testbestellung.

Der Kunde gibt seine Kartendaten direkt in deinem Checkout ein und muss deine Seite nicht verlassen. Das wirkt vertrauenswürdiger als eine Weiterleitung. Ohne verschlüsselte Verbindung über ein SSL-Zertifikat geht im Shop ohnehin nichts.

2. PayPal

PayPal ist die bekannteste Online-Zahlungsart, und viele Kunden verlassen sich darauf. Die Einrichtung ist ähnlich einfach wie bei Stripe. Das offizielle Plugin heißt „WooCommerce PayPal Payments“.

Die Gebühren liegen meist etwas über denen von Stripe. Du bezahlst dafür, dass Kunden mit einem Klick kaufen können, ohne Adresse oder Kartennummer einzutippen. Das Plugin bringt neben dem normalen Checkout auch die Option „Später bezahlen“ mit.

3. Klarna für den Rechnungskauf

Mit Klarna bietest du Kauf auf Rechnung an, ohne selbst das Ausfallrisiko zu tragen oder Mahnungen zu schreiben. Klarna zahlt dich aus, der Kunde zahlt später an Klarna.

Eingebunden wird Klarna über das offizielle Klarna-Plugin für WooCommerce. Das dauert etwas länger als bei Stripe oder PayPal, weil du einen Vertrag mit Klarna abschließt und dich verifizieren musst. Die Gebühren sind meist die höchsten der drei und hängen vom Vertrag ab. Ob sich das rechnet, siehst du daran, wie viele Bestellungen zusätzlich über Rechnungskauf hereinkommen.

Neben dem Rechnungskauf bietet Klarna auch Ratenkauf und mit „Pay now“ eine Sofortzahlung an. Diese hat die frühere Sofortüberweisung abgelöst.

Den Checkout aufräumen

Die beste Auswahl an Zahlungsarten hilft wenig, wenn der Checkout selbst hakt. Diese Punkte lohnen sich fast immer:

  • Gastbestellung erlauben: Kaum etwas nervt mehr, als für einen einzigen Kauf ein Konto anlegen zu müssen.
  • Wenige Schritte: Adresse, Versand und Zahlung am besten auf einer Seite.
  • Klare Namen: „Kreditkarte (Visa, Mastercard)“, „PayPal“, „Kauf auf Rechnung (Klarna)“. Der Kunde soll sofort sehen, was er wählt.
  • Bekannte Logos: Die Logos der Zahlungsanbieter im Checkout schaffen Vertrauen.
  • Am Handy testen: Ein großer Teil der Besucher kauft mobil. Geh den Checkout selbst am Handy durch, mehr als einmal.

Jeder Klick zu viel und jedes unklare Feld kostet Bestellungen. Wenn du dabei Unterstützung willst, schau dir unsere Onlineshop-Erstellung an.

Fazit: So gehst du vor

Die WooCommerce-Zahlungsmethoden richtest du nicht einmal ein und vergisst sie dann. Von ihnen hängt ab, ob aus einem Warenkorb eine Bestellung wird. Die Gebühren der Anbieter sind dabei selten das eigentliche Problem, teurer sind die Käufe, die an der Kasse abbrechen.

Die Reihenfolge, die sich bewährt hat:

  1. Zielgruppe anschauen: Wer kauft bei dir, Privatkunden oder Firmen, jung oder älter? Meist ist die Antwort „alle“, und dann brauchst du die drei Anbieter oben.
  2. Stripe, PayPal und Klarna einrichten: Stripe für Karten und Lastschrift, PayPal, Klarna für Rechnung und Raten.
  3. Checkout vereinfachen: Alles weg, was der Kunde für den Kauf nicht braucht.
  4. Gründlich testen: Mit jeder Zahlungsart eine Testbestellung, am Desktop und am Handy, im WLAN und im Mobilnetz.

Wenn du dabei Fragen hast oder das lieber abgibst, schick uns eine Projekt-Anfrage.

Zum Nachlesen: