Die richtigen Zahlungsarten für deinen WooCommerce-Shop

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Dein WooCommerce-Shop hat Besucher, volle Warenkörbe und trotzdem kaum Bestellungen? Dann schau dir die Kasse an. Findet ein Kunde dort seine gewohnte Zahlungsart nicht, bricht er oft genau an diesem Punkt ab.

Viele Shops bieten nur an, was für den Betreiber am einfachsten ist, oft Vorkasse per Überweisung. Das ist für Kunden umständlich, und sie müssen dir vorab vertrauen. Hier zeige ich dir, welche Zahlungsarten ein Shop in Österreich und Deutschland heute braucht und wie du sie in WooCommerce einrichtest.

Warum die Auswahl an der Kasse so viel ausmacht

An der Kasse entscheidet sich, ob aus einem Interessenten ein Kunde wird. Fehlende oder umständliche Zahlungsarten gehören laut Statista zu den häufigen Gründen für Kaufabbrüche im Onlinehandel. [1]

Denk an deine eigenen Einkäufe: Wenn deine gewohnte Zahlungsart fehlt, suchst du dann deine IBAN heraus oder gehst du zum nächsten Shop? Deinen Kunden geht es genauso. Eine gute Auswahl an Zahlungsarten hilft dir an mehreren Stellen:

  • Vertrauen: Bekannte Anbieter wie PayPal, Stripe oder Klarna kennt der Kunde. Er weiß, dass seine Daten dort sicher sind und er bei Problemen Käuferschutz hat. Eine selbstgebaute Zahlungslösung weckt eher Misstrauen.
  • Tempo: Mit Apple Pay, Google Pay oder PayPal ist ein Kauf mit wenigen Klicks erledigt. Kunden sind das von großen Shops gewohnt, und jedes zusätzliche Formularfeld ist eine Gelegenheit zum Abbruch.
  • Spielraum: Nicht jeder hat eine Kreditkarte oder will sie online verwenden. Mit Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung erreichst du mehr Käufer, auch solche, die größere Anschaffungen sonst auf später verschieben würden.

Welche Mischung passt, hängt von deinen Kunden und deinem Markt ab, z. B. Österreich oder Deutschland. In den USA zahlt man fast alles mit Kreditkarte. Im deutschsprachigen Raum ist der Kauf auf Rechnung dagegen sehr beliebt.

Diese Zahlungsarten braucht dein WooCommerce-Shop

Für Shops im deutschsprachigen Raum hat sich eine Kombination aus drei Anbietern bewährt. Damit deckst du die gängigen Wünsche deiner Kunden ab.

1. Stripe für Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay und EPS

Wenn du nur einen einzigen Zahlungsanbieter einbinden dürftest, würde ich Stripe nehmen. Stripe wickelt Kreditkartenzahlungen (Visa, Mastercard, Amex) ab und bietet dazu eine Reihe lokaler Zahlungsarten. In WooCommerce bindest du Stripe mit dem offiziellen Plugin WooCommerce Stripe Payment Gateway ein. Das läuft stabil und ist schnell eingerichtet.

Was für Stripe spricht:

  • Einfache Einrichtung: Plugin installieren, mit dem Stripe-Konto verbinden, fertig. Die Kartendaten verarbeitet Stripe auf den eigenen Servern (PCI-konform). Du kommst mit den Kreditkartendaten deiner Kunden gar nicht in Berührung.
  • Apple Pay und Google Pay: Stripe zeigt die beiden als Express-Buttons an. Der Kunde bestätigt die Zahlung mit Face ID, Fingerabdruck oder Code. Gerade auf dem Handy spart das viel Tipparbeit.
  • EPS für Österreich: Über Stripe bietest du ohne weiteres Plugin auch EPS an, die Online-Überweisung der österreichischen Banken. Giropay gibt es seit Ende 2024 nicht mehr.
  • Keine Fixkosten: Du zahlst eine Gebühr pro Transaktion, aber keine Einrichtungs- oder Monatsgebühr.

2. PayPal, weil viele Kunden es erwarten

Man muss PayPal nicht mögen, aber im deutschsprachigen Raum zahlen sehr viele Kunden am liebsten damit. Fehlt PayPal, verlierst du Bestellungen. Der Käuferschutz gibt vielen Leuten die Sicherheit, auch in einem Shop zu bestellen, den sie noch nicht kennen.

Eingerichtet ist PayPal mit dem offiziellen Plugin „WooCommerce PayPal Payments“. Je nach Land bietet es neben der normalen PayPal-Zahlung auch „Später bezahlen“ an. Außerdem kannst du Kreditkartenzahlungen direkt über PayPal abwickeln, wenn du Stripe nicht verwenden willst.

3. Klarna für Rechnung und Ratenzahlung

Im deutschsprachigen Raum wollen viele Kunden die Ware erst sehen und dann bezahlen. Ohne Kauf auf Rechnung verlierst du diese Käufer. Klarna ist dafür der bekannteste Anbieter.

Mit dem offiziellen Klarna-Plugin für WooCommerce bindest du mehrere Zahlungsarten auf einmal ein:

  • Kauf auf Rechnung: Der Kunde bekommt die Ware und zahlt innerhalb der vereinbarten Frist.
  • Ratenzahlung: Größere Einkäufe zahlt der Kunde in monatlichen Raten.
  • Sofort bezahlen: Der Kunde zahlt direkt über sein Online-Banking. Die frühere Marke „Sofort“ ist inzwischen in Klarna aufgegangen.

Für dich als Händler ist das Wichtigste: Klarna trägt das Ausfallrisiko. Zahlt der Kunde nicht, bekommst du dein Geld trotzdem. Dafür sind die Gebühren höher als bei einer Kartenzahlung. Ob sich das rechnet, siehst du an deinen eigenen Zahlen nach ein paar Monaten.

Die Einrichtung Schritt für Schritt

Die Einrichtung ist nicht schwierig, du solltest aber sorgfältig vorgehen:

  1. Konten anlegen und verifizieren: Registriere dich bei Stripe, PayPal und Klarna. Rechne mit ein paar Tagen, weil du dein Unternehmen verifizieren und Unterlagen einreichen musst.
  2. Offizielle Plugins installieren: Geh im WordPress-Backend auf „Plugins“ -> „Installieren“ und such nach „WooCommerce Stripe Payment Gateway“, „WooCommerce PayPal Payments“ und dem Klarna-Plugin für WooCommerce. Nimm nur die offiziellen Plugins der Anbieter, keine Nachbauten von Dritten.
  3. Konten verbinden: In den WooCommerce-Einstellungen unter „Zahlungen“ richtest du die neuen Zahlungsarten ein und verbindest sie mit deinem Konto. Je nach Plugin geht das per Anmeldung oder über API-Schlüssel (Live und Test/Sandbox) aus dem Dashboard des Anbieters. Behandle diese Schlüssel wie Passwörter.
  4. Testen: Bevor du live gehst, schalte die Plugins in den Test- oder Sandbox-Modus. Die Anbieter stellen Testkartennummern und Testkonten zur Verfügung. Mach mit jeder Zahlungsart ein paar Testbestellungen. Prüf, ob die Bestellungen richtig in WooCommerce ankommen, ob sich der Lagerbestand ändert und ob der Bezahlvorgang am Desktop und am Handy funktioniert. Eine Kasse, die im Livebetrieb hängt, kostet dich jeden Tag Bestellungen.

Wenn du dir bei der Einrichtung unsicher bist, lass sie von jemandem machen, der das regelmäßig tut. Ein falsch eingerichteter Zahlungsanbieter kann zu Sicherheitslücken, verlorenen Zahlungen und rechtlichen Problemen führen. Wenn du einen professionellen Onlineshop erstellen lassen möchtest, gehört die sichere Einrichtung der Zahlungsarten ohnehin dazu.

Fazit

20 Zahlungsarten brauchst du nicht. Es reichen die richtigen. Mit Stripe (Kreditkarte, Apple Pay, Google Pay, EPS), PayPal und Klarna (Rechnung und Ratenzahlung) bist du im deutschsprachigen Raum gut aufgestellt.

Wirf Vorkasse nicht gleich raus, manche Kunden zahlen gern so. Als einzige Möglichkeit ist sie aber zu wenig. Wer an der Kasse seine gewohnte Zahlungsart findet, bricht seltener ab.

Du willst die Zahlungsarten in deinem Shop sauber aufsetzen lassen? Schick uns eine unverbindliche Projekt-Anfrage. Wir schauen uns an, wer bei dir kauft, und richten die Kasse passend ein.

Referenzen:

  1. Statista: Gründe für den Abbruch von Online-Käufen