Manus: Was die KI-Plattform für Agenturen kann

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Viele Agenturen arbeiten heute mit ChatGPT für Texte, einem Bildgenerator für Grafiken und Copilot für den Code. Jedes Werkzeug erledigt einen Schritt, den Rest erledigst du: Ergebnis prüfen, in den nächsten Schritt kopieren, neu anweisen. Manus geht einen Schritt weiter. Es ist ein KI-Agent, der eine Aufgabe in Teilschritte zerlegt und diese selbst abarbeitet. Was das für den Agentur-Workflow bedeutet und wo die Grenzen liegen, liest du hier.

Das Problem: viele Werkzeuge, viele Übergaben

Ein typischer Ablauf in einer kleinen Agentur sieht so aus: Keyword-Recherche in Ahrefs, Texte mit ChatGPT, Bilder aus einem eigenen Werkzeug, und am Ende baut jemand alles in WordPress zusammen. Jede Übergabe kostet Zeit, und bei jeder kann etwas verloren gehen: eine Vorgabe, ein Dateiname, ein Link.

Dazu kommt, dass alles über deinen Schreibtisch läuft. Du gibst jeden Schritt frei und startest den nächsten. Das hat Vorteile, weil du den Überblick behältst. Es bremst aber, sobald mehrere Projekte gleichzeitig laufen.

Was Manus anders macht

Manus ist eine autonome KI-Plattform. Du gibst keine einzelne Anweisung wie „Schreib einen Blogartikel über SEO”, sondern beschreibst eine Aufgabe mit Ziel. Manus plant daraufhin die nötigen Schritte, recherchiert im Web, schreibt und startet Code in einer eigenen Arbeitsumgebung und liefert am Ende ein Ergebnis, zum Beispiel einen Bericht, eine Tabelle oder eine fertige Webseite.

Ziele statt Einzelanweisungen

Der Unterschied zeigt sich schon in der Anweisung. Statt „Schreibe mir einen Artikel mit 1500 Wörtern” formulierst du, was am Ende herauskommen soll: etwa eine Übersicht, zu welchen Fragen rund um WordPress-Wartung es noch keine Inhalte auf deiner Website gibt, samt Vorschlag für die nächsten Beiträge. Den Weg dorthin plant Manus selbst. Ob das Ergebnis taugt, entscheidest weiterhin du.

Recherche und Planung

Für eine solche Aufgabe sieht sich Manus deine bestehende Website und die Seiten von Mitbewerbern an und erstellt daraus einen Plan. Stößt der Agent unterwegs auf neue Informationen, passt er den Plan an, ohne dass du jeden Zwischenschritt anstoßen musst.

Praxistipp: Gib Manus echte Daten mit, zum Beispiel einen Export aus der Google Search Console. Dann arbeitet der Agent mit deinen tatsächlichen Rankings und Klickraten statt mit Schätzungen.

Code schreiben und ausführen

Manus schreibt Code und führt ihn in seiner Umgebung gleich aus. Läuft ein Skript auf einen Fehler, sieht der Agent die Fehlermeldung, korrigiert den Code und versucht es erneut. Bei einem klassischen Chat-Werkzeug musst du selbst herausfinden, ob der gelieferte Code funktioniert. Das spart vor allem bei kleinen Skripten und Prototypen Zeit. Für produktiven Code gilt trotzdem: Jemand mit Erfahrung muss ihn lesen, bevor er auf einen Kundenserver kommt.

Manus im Vergleich zu ChatGPT und Copilot

ChatGPT, GitHub Copilot oder Gemini arbeiten auf Zuruf. Du gibst etwas ein und bekommst eine Antwort. Den nächsten Schritt stößt du wieder selbst an. Manus zerlegt eine Aufgabe in Teilaufgaben, erledigt sie der Reihe nach, prüft die Zwischenergebnisse und macht weiter, bis ein Ergebnis vorliegt.

 

Merkmal ChatGPT / Co. Manus
Arbeitsweise Reaktiv (Prompt → Output) Autonom (Ziel → Ergebnis)
Aufgabenumfang Einzelne Aufgaben Komplexe Projekte
Iteration Manuell durch Nutzer Selbstständig
Code-Ausführung Begrenzt Vollständig
Integration Copy-Paste Direkte Systemanbindung
Lernfähigkeit Sitzungsbasiert Projektbasiert

Wofür sich Manus in einer Agentur eignet

Kundenberichte

Monatliche Berichte kosten viel Zeit, obwohl sie jedes Mal gleich aufgebaut sind. Manus kann aus Exporten von Google Analytics, der Search Console und Social-Media-Kanälen eine Zusammenfassung mit Empfehlungen schreiben und als PDF ausgeben. Die Zahlen und Schlüsse solltest du vor dem Versand prüfen. Ein Bericht mit falscher Zahl schadet mehr als einer, der einen Tag später kommt.

Technische SEO-Prüfungen

Für eine erste technische Prüfung ruft Manus die Seiten einer Website auf und sammelt Auffälligkeiten: kaputte Links, fehlende Meta-Angaben, langsame Seiten, doppelte Inhalte. Daraus entsteht eine nach Dringlichkeit sortierte Liste. Die Korrekturen setzt du danach selbst oder mit Manus um, auf jeden Fall aber zuerst auf einer Testumgebung.

Landingpages und Prototypen

Für eine kurze Kampagne oder einen klickbaren Prototyp liefert Manus Entwurf und Code in kurzer Zeit. Du kannst so mehrere Varianten testen, bevor du Zeit in die Umsetzung steckst. Ob der Code in deine bestehende Umgebung passt, musst du im Einzelfall prüfen.

Inhalte für die eigene Website

Für eine Agentur wie mikas.at ist interessant, dass Manus den ganzen Ablauf abdecken kann: Themen suchen, Artikel schreiben, Beitragsbild und Metadaten anlegen und alles in WordPress hochladen. Das ersetzt aber keine Redaktion. Texte, die niemand gegenliest, merken Leser und Suchmaschinen schnell.

Wenn du Manus mit eigenen Projekten verbindest, brauchst du ein Hosting, das mitwächst. Mehr dazu auf unserer Webhosting-Seite. Wie du Domain und DNS für solche Projekte einrichtest, erklären wir unter Domain und DNS-Einstellungen.

Fazit

Manus arbeitet eine Aufgabe über viele Schritte selbstständig ab, statt nur auf einzelne Eingaben zu antworten. Für Agenturen lohnt sich das vor allem bei wiederkehrender Arbeit wie Berichten, SEO-Prüfungen und Prototypen. Die Verantwortung für das Ergebnis bleibt bei dir. Wer die Ergebnisse prüft, bevor sie zum Kunden gehen, spart mit einem solchen Agenten viel Zeit.

Du willst wissen, wie ein KI-Agent in deinen Abläufen konkret helfen kann? Erzähl uns in einer Projektanfrage, woran du gerade arbeitest.

Weiterlesen:
– Was ist generative KI?
– Manus (offizielle Website)