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PHP 7 Version in Plesk ändern – Anleitung für mehr Speed und Sicherheit

Du nutzt noch PHP 7 für deine Webseite oder Anwendung? Dann ist es höchste Zeit, sich mit einem Upgrade zu beschäftigen. PHP ist der Motor fast jeder modernen Webseite, egal ob du WordPress, Joomla oder eine Eigenentwicklung nutzt. Während PHP 7 jahrelang der Standard war, haben sich die Anforderungen an Performance und Sicherheit massiv weiterentwickelt.

In dieser Anleitung erfährst du, warum der Wechsel von PHP 7 auf PHP 8 so wichtig ist und wie du die Umstellung in Plesk mit nur wenigen Klicks erledigst. Ein aktueller PHP-Interpreter sorgt nicht nur für eine schnellere Ladezeit, sondern schließt auch kritische Sicherheitslücken, die in alten Versionen nicht mehr gepatcht werden.

Warum PHP 7 nicht mehr ausreicht

Das Internet steht niemals still. PHP 7.4, die letzte Version der 7er-Reihe, hat bereits Ende 2022 das Ende ihres Lebenszyklus (End of Life) erreicht. Das bedeutet: Es gibt keine offiziellen Sicherheitsupdates mehr. Wenn Hacker eine neue Schwachstelle finden, bleibt diese in PHP 7 dauerhaft bestehen.

Hier sind die wichtigsten Gründe für ein Upgrade:

Sicherheit: Ohne Patches ist dein Server ein leichtes Ziel für Angriffe.

Geschwindigkeit: PHP 8 führt den sogenannten JIT-Compiler (Just-In-Time) ein, der komplexe Rechenoperationen deutlich beschleunigt.

Kompatibilität: Moderne Plugins und Themes für WordPress setzen oft zwingend PHP 8.1 oder höher voraus.

Support: Viele Entwickler bieten für PHP 7 schlichtweg keine Hilfe mehr an.

Wenn du wissen willst, wie du auch deine E-Mail-Sicherheit erhöhst, schau dir unsere Tipps zu sicheren Passwörtern an.

Schritt-für-Schritt: PHP Version in Plesk ändern

Die gute Nachricht ist: Wenn du Plesk als Verwaltungsoberfläche nutzt, ist der Wechsel kinderleicht. Du musst keine komplizierten Befehle in die Konsole tippen. Folge einfach dieser nummerierten Anleitung:

Logge dich in dein Plesk Control Panel ein.

Navigiere im linken Menü zum Punkt Websites & Domains.

Suche die Domain aus, für die du die PHP-Version anpassen möchtest.

Klicke in der Übersicht auf das Icon PHP-Einstellungen.

Oben siehst du das Drop-down-Menü neben dem Text PHP-Unterstützung. Dort ist vermutlich aktuell noch „7.4“ oder eine ältere Version ausgewählt.

Wähle eine aktuelle Version aus (empfohlen ist derzeit PHP 8.2 oder 8.3).

Scrolle nach unten und klicke auf Übernehmen oder OK.

Nachdem du die Einstellungen gespeichert hast, übernimmt der Server die Änderung meist innerhalb weniger Sekunden. Deine Webseite läuft nun mit der neuen, schnelleren Engine.

Was tun, wenn die Webseite nach dem Upgrade nicht lädt?

Manchmal kann es vorkommen, dass nach dem Wechsel von PHP 7 auf PHP 8 ein sogenannter Critical Error auftritt. Das liegt meist daran, dass alter Code oder veraltete Plugins nicht mit der neuen Syntax von PHP 8 kompatibel sind.

Sollte deine Seite weiß bleiben oder eine Fehlermeldung anzeigen, gehe wie folgt vor:

Rufe die PHP-Einstellungen erneut auf: Stelle die Version kurzzeitig wieder auf PHP 7 zurück, damit die Seite wieder erreichbar ist.

Updates durchführen: Aktualisiere dein CMS (z.B. WordPress), alle Plugins und dein Theme auf die neueste Version.

Fehlersuche: Aktiviere das Error-Logging, um zu sehen, welches Plugin den Fehler verursacht.

Oft hilft es auch, das Memory Limit zu erhöhen. Das kannst du ebenfalls direkt in den PHP-Einstellungen in Plesk erledigen. Ändere dort den Wert bei memory_limit beispielsweise auf 512M.

Performance-Schub durch PHP 8 und FPM

Ein großer Vorteil beim Wechsel ist die Nutzung von PHP-FPM (FastCGI Process Manager). In Kombination mit PHP 8.x sorgt dies für eine extrem effiziente Verarbeitung von Anfragen. Im Vergleich zu PHP 7.4 können Webseiten durch den JIT-Compiler bis zu 20-30% schneller gerendert werden.

Für Profis, die den PHP-Status direkt über das Terminal prüfen wollen, hilft dieser Befehl in der Codebox:

php -v

Dieser Befehl zeigt dir sofort an, welche Version global auf dem System aktiv ist. Beachte jedoch, dass Plesk für jede Domain eine eigene Version verwenden kann, die von der globalen CLI-Version abweichen kann.

Wichtige Einstellungen für PHP 8 in Plesk

Wenn du schon dabei bist, die PHP-Version zu optimieren, solltest du auch einen Blick auf die weiteren Parameter werfen. Diese findest du ebenfalls unter den PHP-Einstellungen deiner Domain:

opcache.enable: Sollte immer auf on stehen. Dies speichert vorkompilierten Script-Code im Arbeitsspeicher und spart bei jedem Seitenaufruf wertvolle Zeit.

max_execution_time: Setze diesen Wert auf mindestens 60 oder 120, damit komplexe Skripte nicht vorzeitig abgebrochen werden.

upload_max_filesize: Wenn du große Bilder oder Videos hochlädst, empfiehlt sich ein Wert von 64M oder höher.

Weitere hilfreiche Anleitungen zur Serververwaltung findest du in unserem Bereich für Performance-Optimierung.

Fazit: Warte nicht zu lange mit dem PHP-Upgrade

Der Verbleib auf PHP 7 ist heute ein unnötiges Risiko. Der Umstieg auf PHP 8 bringt dir mehr Sicherheit, eine bessere Google-Platzierung durch schnellere Ladezeiten und eine stabilere Umgebung für deine Projekte. Dank der intuitiven Oberfläche von Plesk ist das Ganze in weniger als zwei Minuten erledigt.

Solltest du nach der Umstellung Probleme mit der Darstellung deiner Seite haben, ist das kein Grund zur Panik. Meist ist nur ein veraltetes Plugin die Ursache, das schnell ersetzt oder aktualisiert werden kann.

Wenn du Unterstützung benötigst, kannst du dich jederzeit per E-Mail an hello@mikas.at wenden.

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